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Glasmalerei /Glaskunst - Atelier HALTER  für alle Optionen mit dieser Kunstform seit 1916

Zudem wurden von unterschiedlichen Institutionen, während den letzten Jahren, in ihre öffentliche Sammlungen Glaskunstwerke aus diesem Atelier übernommen: Schweizerisches Nationalmuseum in Zürich, Bernisches Historisches Museum, Berner Design Stiftung, Burgerbibliothek in Bern, Vitromusée in Romont, Musée Ariana in Genf, etc.. - Solange sich interessierte, private oder öffentliche Institutionen /Personen Ihre Bedürfnisse inbezug auf Beratung und Umsetzung anstehendender Wartungsdienste (Reinigung, Reparaturen, Restaurierungen, etc.) hier anmelden, wird sich Ihnen Martin Halter auch in Zukunft zur Verfügung halten: Expertisen, Beratung, Gestaltung und Reparaturausführungen in Zusammenhang mit Glasmalereien (Kirchenfenster) und Bleiverglasungen.

Glasmalerei: Richtlinien zu konservatorischen Massnahmen, lässt in der Praxis vieles unbeantwortet

Veröffentlicht am 28. März 2021 von Martin Halter Glasmaler-Restaurator Bern in Konservatorische Richtlinien, Glasmalerei-Restauration, Reparaturen, Bleiverglasung Kunstglaserei, Glasmaler-Restaurator Martin Halter, Sicherheit,, Schutzverglasungen,, Original-Substanz,

In eigener Angelegenheit:

Berns älteste Glasmaler-Familientradition der Gegenwart, hatte im 2020 das bestehende Atelier für Glasmalkunst - gegründet 1916 in Bern - einer internen Strukturveränderung unterzogen (Verkleinerung).
Martin Halter (3. Generation) als gelernter Glasmaler + Kunstglaser EFZ und Glasmaler-Restaurator IER, verfügt über eine mehr als 50jährige Berufspraxis im Bereiche dieser Kunstform. Seit 1981 zeichnet Martin Halter für alle Aktivitäten verantwortlich, welche durch dieses Atelier (inkl. At.-Team) ausgeführt oder real umgesetzt wurden. Eine lange, dokumentierte Referenzliste vermag das Engagement dieses Ateliers nachzuweisen. Zudem wurden von unterschiedlichen Institutionen, während den letzten Jahren, in ihre öffentlichen Sammlungen Glaskunstwerke aus diesem Atelier übernommen: Schweizerisches Nationalmuseum in Zürich, Bernisches Historisches Museum, Kant. Denkmalpflege, Berner Design Stiftung, Burgerbibliothek in Bern, Vitromusée in Romont, Musée Ariana in Genf, etc..

- Solange sich interessierte, private oder öffentliche Institutionen /Personen Ihre Bedürfnisse inbezug auf Beratung und Umsetzung anstehendender Wartungsdienste (Reinigung, Reparaturen, Restaurierungen, etc.) hier anmelden, wird sich Ihnen Martin Halter auch in Zukunft zur Verfügung halten: Expertisen, Beratung, Gestaltung und Reparaturausführungen in Zusammenhang mit Glasmalereien (Kirchenfenster) und Bleiverglasungen. Weitere Auskünfte: https://www.glasmalkunst.ch/kontakt

 

Bei grösseren Arbeiten garantieren wir auch mit einem verarbeitungstechnischen Support - mit einem uns nahestehenden Glas-Atelier. 

Die in der Gegenwart kolportierte überproportionale Verwissenschaftlichung zum Schutze des Glasmaler-Kulturerbes, lässt trotz allen Bemühungen sehr viele Fragen unbeantwortet

 

Trotz der Existenz von europäisch geltenden Richtlinien zu Konservierungsmassnahmen in Bezug auf das glasmalerische Kulturerbe, gelingt es den Verantwortlichen kaum, die anstehenden Probleme ganzheitlich in den Griff zu bekommen. Viele Individualisten agieren meist beliebig und bleiben in ihrer Selbstverantwortung vieles schuldig.

Lange Zeit interessierten sich nur wenige für das Kulturerbe der Glasmalerei. Inzwischen haben studierte Kreise ebenso die Glasmalerei als Nische zur Selbstverwirklichung entdeckt. Das heisst als Zielsetzung, sich auf Amteswegen als Historiker für die Beurteilung von anstehenden Restaurations- /Sicherheitsmassnahmen für Glasmalereien gleich selbst einzubringen. Dagegen hätte jedoch kaum jemand etwas einzuwenden.

 

Die gegenwärtige Praxis für eine kontinuierlich ausgerichtete Sicherstellung des historischen Glasmalerei-Erbes lässt sehr vieles ungeklärt, was bloss zu Irritationen führt. Insbesondere fällt zur Zeit auf, wie beliebig man sich mit Berührungsängsten an den Original-Substanzen auseinandersetzt.

Zum Beispiel: Trotz klarem Befund, wo an einer maroden über 100jährigen Bleiverglasung in einer Kirche, das Bleinetzwerk völlig oxidiert und vielerorts gebrochen ist, will man eine Bleifassung - bisher unangefochten, einzig in zweckgebundener Funktion -   als historisch wertvoll dokumentiert wissen. Daher liest man in einem Vorgabeprotokoll – zu dieser gleichen Situation -  eines Historikers an den beauftragten Glasmaler, bei Bauchungen (Wölbungen) an solch bestehenden Bleiverglasungen im Bau,  solle man diese (ohne die Glas-Blei-Einheit auszubauen) einfach zurück drücken. Eine solch dilettantische Stellungnahme hat natürlich weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Kulturerbe der Glasmalerei. Insbesondere wenn man gleichzeitig davon Kenntnis hat  - der Verfasser dieses Protokolls, hat z.Z. einen Lehrauftrag an der UNI inne - für angehende Denkmalpfleger, welche sich später ebenso mit dieser Materie zu befassen hätten. –

 

Wegen dieser undifferenzierten Zurückhaltung beim Thema Neuverbleiung, sind bereits aktuelle Anzeichen  vorhanden, die darauf hinweisen, dass in naher Zukunft keine Gewähr mehr besteht, um sich als Unternehmer neue Blei-Bruchprofile bei Bedarf beschaffen zu können. Produktionsstätten von spez. Bleiprodukten schlossen oder schliessen demnächst.

Die Distanz zum eigentlichen Kunsthandwerk des Glasmalers und Kunstglasers hatte sich in den letzten Jahren schnell vergrössert. Durch die z.Z. herrschende Einstellung, möglichst alles zu belassen wie es ist und allenfalls sich zu irregulären Reparatureingriffen von früher zu distanzieren, weil diese gewissermassen der ehemals geltenden Entwicklungsgeschichte in der Glasmalerei anzulasten sind. Fehlleistungen hätten aber ebenso Anspruch in der glasmalerischen Entwicklung geschützt zu werden.

Auch wenn diese hier aufgeführten Feststellungen nur einen sehr kleinen Überblick gewähren, wie heute im Bereich der bestehend historisch ausgerichteten Glasmalerei, sich die Situationen mehrheitlich darzustellen vermögen, wird sich jeder aus seinem eigenen Blickwinkel schnell bewusst werden, wie völlig  unprofessionell und diametral zur eigentlichen Auftrags-erfüllung sich diese aufgesetzte Szene gerade bewegt.

 

Fehlleistungen bereits im Voraus als Dokument von Gegebenheiten und Umständen einer bestimmten Entwicklungsphase zu zuführen und gleichzeitig als geduldet zu erklären, weist nach, wie man sich gegenüber dem eigentlichen Urheber dem Glasmaler von damals, wie hier aus dem 14. Jahrhundert (siehe anschliessende Bilddatei) völlig respektlos verhält. Dieser angefügte Bildausschnitt (links) vermittelt, wie beliebig sich bereits ein einfacher Reparatureingriff danach, bei einem bestehenden Glasbruch repräsentieren darf, um sich dennoch vor einer Koryphäe der Denkmalpflege verantworten zu dürfen.

Rechts zum Vergleich

Als gelernter Glasmaler /Kunstglaser/EFZ u. Glasmaler-Restaurator IER , mit über fünf Jahrzehnten Erfahrung, vertrete ich eine weit sensiblere und flexiblere Einstellung /Handhabung im Umgang mit gefährdeten, schützenswerten  Glasmalereien und Bleiverglasungen aus alten Zeiten. Schlussendlich hatte ich auch schon die gute Erfahrung mit Historikern gemacht, wo man sich auf Augenhöhe für eine Lösung treffen konnte. Aber leider wissen heute von denen immer weniger, was unter Augenhöhe zu verstehen ist.

 

Berns älteste Glasmaler-Familientradition der Gegenwart bleibt noch bis Ende März 2020 in bisheriger Atelier-Struktur erhalten. Alsdann, werden die Aktivitäten in leicht veränderter Form (betr. Angeboten) weiter geführt. Insbesondere werden Reparaturen und Wartungsarbeiten an bestehenden, aber in Mitleidenschaft gezogenen Glasmalereien und Bleiverglasungen umgesetzt und ausgeführt. Dies beinhaltet ebenso die Arbeit von Restaurierungsmassnahmen. Die Beratung von Schutz- /Sicherungsmassnahmen in Zusammenhang mit der Repräsentation dieser Kunstform und Projektbegleitung. Bei grösseren Sanierungsmassnahmen bleibt ebenso der verarbeitungstechnische Support durch ein mir nahestehendes Glasatelier gesichert. Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, erreichen Sie mich unter Kontakt

Sollen bestehende, bereits gealterte (oxidierte) Bleiprofile konserviert oder durch neue ersetzt werden?

Während dessen sich die Denkmalpflegestellen zur Zeit äusserst restriktiv gegen eine Neuverbleiung bei älteren Glasmalereien zur Wehr setzen und von konservatorischen Massnahmen sprechen, wollen sie nicht wahrhaben, dass bereits im Jahre 1912 ein wichtiger Hinweis in einem Fachbuch für Glasmalerei, zu Handen von bestehenden Verbleiungen darin vermerkt war. Bleiprofile haben in erster Linie eine Aufgabenpflicht zu erfüllen - nämlich, alle Einzel-Glasteile innerhalb einer glasmalerischen Einheit (oder auch bei einer blanken Bleiverglasung) in gesicherter Position, fest verfügt zusammenzuhalten. Jedoch sollten sie ihrer Pflicht nicht mehr sicher nachkommen können, sind sie partiell oder ganz zu ersetzen. Bleiprofile beinhalten primär eine zweckgebundene, entscheidende Funktion, die es gilt in jedem Falle zu gewährleisten. Daher stehen konservatorische Massnahmen an geschwächten Bleiprofilen nur an zweiter Stelle. Dieses wichtige Detail wird leider bei vielen Entscheidungsträgern aus Denkmalamt völlig verkennt. Das belegt in vieler Hinsicht, wie weit weg, sie sich vom Handwerk abwenden - zum Nachteil des eigentlich schützenswerten Kulturerbe.

Bleiprofile an den Farbfenstern                                                                                                                 Es gibt Probleme auch mit der Luftfeuchtigkeit in den Kirchen. Dass man das unterhalb eines gewissen Werts halten muss, damit man Korrosion vermeidet oder damit es auf jeden Fall langsamer geht. Die Kirchen sind heute besser wärmeisoliert als vor 20 Jahren, werden aber zu selten gelüftet – weshalb es in ihnen zu feucht ist.                                                                                                                        

Es klingt vielleicht komisch, aber die Luft ist in gewisser Hinsicht sauberer als früher. Es gibt viel weniger Schwefeldioxid in der Luft. Und das reagiert mit Bleioxid zu Bleisulfat. Und Bleisulfat ist die Schutzschicht, die man auf alten Bleiprofilen hat.“

Weniger Schwefeldioxid in der Luft – das ist gut für die Natur, aber ungünstig für Bleiprofile. Doch dieses Manko würde sich ausgleichen lassen..

Untersuchungen zeigten, wenn man frisches Blei mit Schwefelsäure behandelt, kann dadurch die Korrosion weitestgehend verhindert weden.

                                                                               

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